Arthrose bei Hunden

 

Erfahren Sie von dem Tierarzt Dr. Altstaedten, wie Arthrose (englisch: Osteoarthritis) bei Ihrem Hund entstehen und von Ihnen erkannt werden kann, vom Arzt diagnostiziert und behandelt wird und wie Sie Ihrem Hund helfen können..

Dr. Altstaedten ist Veterinärmediziner mit über 45 Jahren Berufserfahrung. Seine Haustier-Sprechstunden in der Wiesbadener Praxis sind auch bekannt aus dem Fernsehen, wo er als Dr. Wolf in der Sendung "hundkatzemaus" bei VOX zu sehen war. Als Wildtierarzt kümmert sich Dr. Altstaedten mehrmals im Jahr auf Wildtierfarmen um eingefangene und verletzte Tiere. Die auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten, wie z.B. der afrikanische Wildhund, sind ihm ein besonders Anliegen, aber auch der lahmende oder an einer Krallenbettentzündung leidende Löwe.

Arthrose aus tierärztlicher Sicht

Der Bewegungsapparat des Hundes ist genau wie bei uns Menschen mit zunehmendem Alter einem Verschleiß ausgesetzt. Jagdhunde und Hunde, die z.B. im Schutzdienst tätig sind oder im Hundesport eingesetzt werden, werden bewegungsfaul und möchten sich nicht mehr so viel bewegen oder beginnen sogar zu lahmen. Bei der tierärztlichen Untersuchung kann man dann häufig verdickte Gelenke feststellen, die durch Druck beim Abtasten auch eine Schmerzreaktion auslösen. Eine Röntgenuntersuchung bringt dann Gewissheit, dass der Hund an Arthritis leidet. Eine Arthritis ist eine Entzündung der Gelenke, die akut oder chronisch (Arthrose) sein kann. Ursache ist meist ein Verscheiß des Gelenkknorpels, sodass oft Knochen auf Knochen reibt und sich an den Gelenkrändern knöcherne Ablagerungen bilden. Außer durch Verschleiß und Alterungsprozesse kann aber auch bei jüngeren Hunden eine Knochen-Gelenkentzündung durch eine Infektion entstehen. Ursache dafür sind die Erreger der Borreliose, die durch den Biss von Zecken übertragen werden und vorzugsweise die Gelenke befallen. Wird die Borreliose nicht frühzeitig erkannt und behandelt, entwickelt sich eine chronische Gelenkentzündung, eine Arthrose. Der Hund hat Schmerzen und er lahmt.

Es gibt verschiedene Methoden, eine Arthrose zu behandeln. Entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente und eventuell Injektionen mit Hyaluronsäure in die Gelenke sind erste Maßnahmen, dem Hund die Schmerzen zu nehmen und seine Beweglichkeit wieder herzustellen. Auch ein chirurgischer Eingriff wie ein Cleaning des Gelenkes oder sogar ein Gelenkersatz sind möglich.

Beispiel 1 aus dem Praxisalltag

Herr Müller kommt mit seinem Jagdhund, dem kleinen Münsterländer Rüden „Hasko“, in die Praxis und berichtet, dass der Hund bewegungsfaul und auf der Jagd nicht mehr richtig bei der Sache ist. Hasko ist ein liebenswerter, verschmuster Rüde und schon 10 Jahre alt. Er macht auf den ersten Blick keinen kranken Eindruck und läuft schwanzwedelnd durch die Praxis. Aber es scheint, dass er unregelmäßig läuft, und auf den zweiten Blick zieht er das rechte Hinterbein etwas nach.

Nach der allgemeinen Untersuchung von Herz, Lunge und Schleimhäuten werden die Gelenke abgetastet. Und es stellt sich heraus, dass das hintere rechte Kniegelenk auf der Innenseite eine deutliche Verdickung hat, die auf Druck auch eine schmerzhafte Reaktion von Hasko hervorruft. Auf die Frage, ob sich Hasko auf der Jagd vielleicht verletzt hat, erzählt Herr Müller, dass Hasko schon länger mal ein bisschen lahmt. Alles deutet auf eine Arthrose des Kniegelenkes hin. Eine Röntgenuntersuchung wird empfohlen. Aber zuerst bekommt Hasko einmal eine schmerzstillende und entzündungshemmende Injektion und für eine Woche Tabletten mit der gleichen Wirkungsweise verschrieben. Zusätzlich wird empfohlen Hasko mit einer speziellen Diät zu ernähren. Diese sollte getreidefreie sein und den Hund mit den Stoffen versorgen, die einer Knochen-Gelenkentzündung entgegenwirken können, wie z.B. Chondroitinsulfat, Glucosaminsulfat, Methylsulfonylmethan und Grünlippmuschel (perna canaliculus).

Beispiel 2 aus dem Praxisalltag


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Thema: Gelenkerkrankung bei Ihrem Hund

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