Unverträglichkeiten und Allergien auf Nahrungsmittel bei Hunden

 

Erfahren Sie von dem Tierarzt Dr. Altstaedten, wie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Nahrungsmittelallergie bei Ihrem Hund entsteht und von Ihren erkannt werden kann, wie sie vom Arzt diagnostiziert und behandelt wird und wie Sie Ihrem Hund helfen können.

Dr. Altstaedten ist Veterinärmediziner mit über 45 Jahren Berufserfahrung. Seine Haustier-Sprechstunden in der Wiesbadener Praxis sind auch bekannt aus dem Fernsehen, wo er als Dr. Wolf in der Sendung "hundkatzemaus" bei VOX zu sehen war. Als Wildtierarzt kümmert sich Dr. Altstaedten mehrmals im Jahr auf Wildtierfarmen um eingefangene und verletzte Tiere. Die auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten, wie z.B. der afrikanische Wildhund, sind ihm ein besonders Anliegen, aber auch der lahmende oder an einer Krallenbettentzündung leidende Löwe.

Unverträglichkeiten und Allergien auf Nahrungsmittel aus tierärztlicher Sicht

Wie bei uns Menschen nehmen die allergischen Krankheiten beim Hund in den letzten Jahren zu. Dabei können Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Hautentzündungen mit Juckreiz und Fellverlust, aber auch mit asthmatischem Husten auftreten.

Aber wie definiert man „Allergie“? Medizinisch spricht man von einer krankhaften überschießenden Abwehrreaktion des Immunsystems.

Wir alle wissen, dass das Immunsystem bei einer Infektion mit Bakterien oder Viren heftig reagieren kann, z.B. mit Fieber. Aber auch Partikel und Stoffe, die nicht infektiös sind, die von außen in den Körper gelangen, können eine Reaktion des Immunsystems auslösen. Beim Hund haben wir es hauptsächlich mit Futtermittelunverträglichkeiten und Allergien zu tun, also Stoffe, die beim Fressen aufgenommen werden und dann im Verdauungstrakt zu einer überschießenden Reaktion wie Durchfall führen, oder wenn die Partikel über den Darm in den Blutkreislauf gelangen, zu Hautentzündungen oder zu asthmatischem Husten führen können. Es ist sehr schwierig, aus einem Futtermittel die Partikel zu identifizieren, die als Auslöser einer Unverträglichkeit oder Allergie infrage kommen. In Verdacht stehen verschiedene Getreidesorten als Kohlenhydratlieferanten, aber auch Proteine aus Rind, Huhn oder Fisch etc.

Um eine Futtermittelunverträglichkeit oder Allergie beim Hund festzustellen, sollte man eine Ausschlussdiät durchführen. Tierärztlich wird empfohlen, mindestens sechs Wochen diese Ausschlussdiät durchzuführen. Verschwinden in dieser Zeit alle allergischen Symptome wie Haut- oder Darmentzündungen, besteht eine Futtermittelunverträglichkeit oder Allergie.

Beispiel 1 aus dem Praxisalltag

Frau Fritz kommt mit ihrem Hund „Harry“, einem Jack-Russell-Terrier, in die Praxis, weil er Probleme mit seinem Fell hat und unter ständigem Juckreiz leidet. Bei der allgemeinen Untersuchung wird festgestellt: Der Hund hat ein Fell, das aussieht wie ein von Mottenfraß zerstörtes Gewebe. Die spezielle Untersuchung der Haut mit einem Hautgeschapsel unter dem Mikroskop ergibt einen leichten Befall mit Demodex-Milben.

Mit der Wood`schen Lampe wird die Haut nach einem eventuellen Hautpilzbefall untersucht. Es zeigt sich im Dunkelfeld der Lampe jedoch kein Hinweis auf Pilzbefall.

Der Juckreiz und der Demodexbefall werden mit zwei Injektionen behandelt, die wiederholt werden müssen. Gleichzeitig wird empfohlen, mit dem Hund eine sechswöchige Ausschlussdiät durchzuführen, um eine Futtermittelallergie auszuschließen. Bestätigt sich der Verdacht auf Futtermittelallergie, wird empfohlen den Hund zukünftig mit einem hypoallergenen Futter zu ernähren. Dieses sollte entzündungshemmende Inhaltsstoffe enthalten, aber auf keinen Fall Getreide.

Beispiel 2 aus dem Praxisalltag


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Unverträglichkeiten oder Allergien auf Nahrungsmittel bei Ihrem Hund

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14 Comments

  1. Traudl S. sagt:

    Sehr geehrter Dr. Altstaedten
    Ich habe eine 5 jährige Continental Bulldogge. Lt. Tierarzt hat sie eine Futtermittelallergie. Sie hatte Riesenpropleme mit der Haut. Das Fell am Rücken war wie eine mottenzerfressene Decke. Stellenweise total kahl. Die Haut sah wie eine starke Neurodermitis aus und juckte gewaltig. Beim Drüberstreichen hats dann so richtig geschneit. Die Ohren kochten und waren total verdreckt. Anfangs hab ich ihr Antiallergietabletten gegeben. Leider wirkten die nur eine Zeitlang. So nach und nach kam dann die alte Krankheit wieder zum Vorschein. Da habe ich dann die VetLine Hyperallergenic Ente gefüttert. Jetzt hat sie zwar wieder Fell aber die Ohren sind weiter entzündet und dreckig trotz fast täglichem Putzen mit Lebermoos und/oder Aloe Vera Gel von der Pflanze. Sie kratzt sich auch mittlerweile wieder und schneit wieder. Könnte evtl. Futter mit Pferd helfen. Wäre Ihnen sehr dankbar für einen Ratschlag.

    • Dr. Altstaedten sagt:

      Hallo Frau S.,

      die Diagnose „Futtermittelallergie“ lässt sich normalerweise nur nach einer mindestens 6-wöchigen Ausschlussdiät (z.B. nur Pferdefleisch). Sonst muss durch ein Hautgeschapsel eine Infektion mit Demodex oder Hautpilzen ausgeschlossen werden. Ein Fell wie Mottenfrass spricht schon für ein Demodikose. Jede Form von Diät ist immer nur unterstützend. Die Ursache muss erforscht und behandelt werden. Die Diät hilft bei der Abheilung.

      Viele Grüße
      Dr. Wolfgang Altstaedten (Dr. Wolf)
      Tierarzt

  2. Ingrid Catrin Eva sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Altstadedten,
    vor 3 Wochen habe ich für meinen 9jährigen Rottweiler, Bashiri, eine ganz schreckliche Diagnose bekommen.
    Mehrzentrisches Lymphom. Er hatte 3 Wochen zuvor ständig Durchfall, am Ende mit Blut, alle Lymphknoten waren hühnereigroß geschwollen,
    die Augen blutrot, er hatte 12 kg verloren, hatte auch keine Lust, etwas zu fressen…
    Meine Tierärztin nahm ihm Blut ab, ich machte sie auf alle seine Symptome aufmerksam, sie sagte, er wird etwas giftiges erwischt haben, gab ihm VIT. K1.
    Curcuma-Presslinge, Ölkapseln, Antibiotika für den Darm.
    Nichts half.
    Dann ging ich mit Bashiri zu mmeinem anderen TA, der meinen Schnuppel kastrierte.
    Der machte Ultraschall und eine Biopsie. Dann diese schreckliche Diagnose.
    Jetzt füttere ich ihn ausschließlich mit Fisch, Rind, Huhn und Lamm, frisches Gemüse (Karotten, Spinat, Zucchini, Kürbis) und Obst (Apfel, Granatapfel, alles frisch vom Baum),
    Leinöl, und Cocosöl zum Anbraten von Fleisch. Er bekommt 1 Tablette Cortison/Tag. Damit geht es ihm im Moment ganz gut. Er spielt sogar wieder mit dem Ball.
    Können Sie mir bitte ein Futter empfehlen, das er in seinem Zustand fressen darf.
    Es muß ohne Kohlenhydrate sein.
    Meine Frage ist auch, ob es natürliches Cortison (in Pflanzen, Kräutern) gibt?
    Bashiri ist eine Seele von Rottweiler…
    Meine Frage ist auch, wie der Verlauf der Krankheit sein wird.

    Ich bitte Sie herzlichst um Ihre Hilfe.

    • Dr. Altstaedten sagt:

      Hallo Frau Ingrid Catrin Eva E.,

      warum hat denn der zweite behandelnde Tierarzt den kranken Bashiri kastriert? Eigentlich ist es kontraindiziert ein erkranktes, geschwächtes Tier mit Lymphknotenschwellungen zu operieren.

      Die Diagnose „mehrzentrisches Lymphom“ ist natürlich sehr ernst. Aber genaue Vorhersagen über den Verlauf der Erkrankung sind schwierig, weil es über 30 verschiedene Lymphomtypen gibt, wobei die Frage ob es ein B-Zell- oder ein T-Zell Lymphom für die Prgnose sehr wichtig ist. Die Überlebenszeiten sind beim B-Zell Lymphom wesentlich besser als beim T-Zell Lymphom.

      Die einzig richtige Behandlung ist eine Chemotherapie die von einer erfahrenen Klinik durchgeführt werden sollte. Wenn die Chemotherapie nicht anschlägt, kann eine Bestrahlung versucht werden, die in der Uniklinik Zürich oder der Tierklinik Hofheim möglich ist.

      Die durchschnittlichen Überlebenszeiten nach einer optimal durchgeführten Chemptherapie liegen bei 1 bis 2 Jahren. Wenn die Tumorzellen das Knochenmark befallen, liegt die Lebenserwartung bei nur ca. einem 1/2 Jahr.

      Von einer Cortisonbehandlung würde ich abraten, da dadurch das Immunsystem geschwächt wird.

      Als Differenzialdiagnose bei Lymphknotenschwellungen kommen noch Infektionen wie Borreliose (durch Zeckenbisse) oder auch Toxoplasmose in Frage.

      Eine optimale Ernährung unterstützt die Lebensqualtität und die Überlebenszeit. Da sich Tumore von Kohlenhydraten ernähren, sollte man auf kohlenhydratarmes Futter umstellen. Um einer Abmagerung und Abbau von Muskelmasse vorzubeugen sollte ein fett- und protreinreiches, aber kohlenhydratarmes Futter verabreicht werden. Omega-3 Fettsäuren zeigen eine hemmende Wirkunbg auf Tumorzellen. Deshalb sollte man dem Futter Distelöl, Nachkerzenöl oder Fischöl zusetzen. Bei Reaktionen wie Durchfall ist die verfütterte Menge an Ölen zu reduzieren.

      Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei der Behandlung von Bashiri.

      Mit freundichem Gruß
      Dr. Wolfgang Altstaedten (Dr. Wolf)
      Tierarzt

  3. Birgit S. sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Altstaedten,

    habe einen 15 Monate jungen Cane Corso Rüden der mehrmals eine Otitis externa hatte (anfangs mit Antibiotikum mit Erfolg behandelt), dachten das Wasser sei Schuld, da Massimo gerne schwimmt.
    Seit März 2019 ist er in ständiger Behandlung und die Entzündung ist einfach nicht in den Griff zu bekommen (Prednisolon 25 mg) – sind jetzt schon am Verzweifeln.
    Der Tierarzt meint, dass Massimo wahrscheinlich eine Futtermittelallergie hat und füttere daher seit 15 Wochen nur mehr Pferdefleisch, Süßkartoffel und Pferdefett sowie Mineralstoffe und Vitamine
    die der Hund benötigt. Was können wir noch tun, da wirklich absolut nichts mehr hilft und die Entzündung samt Prednisolon nicht in den Griff zu bekommen ist (hatte auch schon in Narkose eine Ohrenspülung).
    Gibt es noch andere Behandlungsmethoden bzw. haben Sie noch Erfahrungen mit Ohrenentzündung und wäre Wolfsblut Trocken und Naßfutter Hypoallergenic eine Option?
    Vielen Dank für Ihre Bemühung!
    Mit freundlichen Grüßen
    Birgit Sch.

    • Dr. Altstaedten sagt:

      Hallo Frau Schmidl,

      eine äußere Gehörgangsentzündung bei einem jungen Cano Corso ist an sich nichts ungewöhnliches. Wenn die Entzündung trotz mehrfacher Behandlung immer wiederkehrt, muss Ursachenforschung betrieben werden. Es gibt in der Regel drei Verursacher einer Otitis externa: Ohrmilben, Bakterien (Staphylokokken), und Hautpilze (Dermatophyten, Hefepilze). Nur eine Antibiotikagabe hilft nicht.

      Eine Probe des Exudats aus dem Gehörgang sollte im Labor untersucht werden und möglichst noch ein Antibiotikaresistenztest durchgeführt werden. Mit den richtigen Medikamenten, die Entzündungshemmer und eine Pilzbekämpfung einschließen, ist ein Otitis externa unter Kontrolle zu bringen. Eine mögliche Futtermittelallergie, die die Gehörgangsentzündung beeinflusst ist möglich. Aber nach einer 6-wöchigen Fütterung mit Pferdefleisch müsste eine Futtermittelallergie diagnostisch festzustellen oder auszuschließen sein.

      Hyperallergenic Diätfutter ist auf alle Fälle hilfreich egal ob Trocken- oder Nassfutter.

      Aber primär ist die richtige Behandlung der Otitis erxterna.

      MfG

      Dr. W. Altstaedten
      Tierarzt

  4. Hans Georg M. sagt:

    Sehr geehrter Dr Altstaedten.
    Mein SCHÄFERHUND 10 Jahre hatte vor einem halben Jahr Giardienbefall der wurde behandelt und der letzte Befund im Februar war negatif.
    Habe Futter umgestellt aber immer wieder Rückfälle mit weichem Kot und Durchfall.Auch die Kotmenge ist hoch. Ich habe laut Tierarzt den Rohfasseranteil schon reduzieren lassen.
    Leider hilft alles nichts. Mische noch gekochte Kartoffen Reis Möhrenpellets und Morische Möhrensuppe vor dem fressen. Wäre dankbar für ihre Hilfe .
    Mit freundlichen Grüssen
    Hans Müller

    • Dr. Altstaedten sagt:

      Hallo Herr Müller,

      leider ist ein Negativ-Befund bei Giardien nicht zwingend wirklich negativ. Es ist anzuraten, den Kot über 2-3 Tage zu sammeln und noch einmal eine sogenannte „Sammelkotprobe“ auf Giardien testen zu lassen.
      Es kommen hier ursächlich natürlich weitere Auslöser in Frage: organische Ursachen, bakterielle Fehlbesiedlung, virale Ursachen, parasitäre Erreger, Unverträglichkeiten (Hauptfutter UND Leckerlies bzw. Kauartikel).
      Die weitere Vorgehensweise sollten Sie daher mit dem behandelnden Haustierarzt besprechen.
      In jedem Fall ist die Fütterung eines komplett getreidefreien Futters anzuraten. Eine spezielle Futtersorte kann ich Ihnen allerdings erst nach Abklärung einer eventuellen Unverträglichkeit und der Abklärung der Organprofile (Leber, Bauchspeicheldrüse, Kotprofil) empfehlen.

      Mit freundlichem Gruß
      Dr. W. Altstaedten (Dr. Wolf)
      Tierarzt

  5. Maria S. sagt:

    Sehr geehrter Dr. Altstaedten,

    ich habe einen Mops, er ist 4 1/2 Jahre alt und seit ca. 2 Jahren hat er vermutlich eine Futtermittelunverträglichkeit.
    Ich hatte ein Trockenfutter welches Rind und Fisch enthalten hat bzw. erst das eine, eine längere Zeit und das andere.
    Irgendwann gab es Probleme mit seiner Haut bzw. ist das Fell ausgefallen an einigen Stellen inkl. starkem Juckreiz. Ein Besuch beim Tierarzt ergab,
    das Dermodexmilben hatte. Außerdem hat er sich nachts auch öfter übergeben und auch der Kot war so gut wie nie fest.
    Mein Tierarzt tippte sofort auf eine Futtermittelunverträglichkeit, denn ein Bluttest ergab, dass er abgesehen davon noch ganz leicht auf „Hausstaubmilben“ reagiert.
    Ich habe vom Tierarzt ein hypoallergenes Trockenfutter erhalten, welches auch in der Praxis direkt verkauft wird.
    Ich füttere das Futter nun seit ca. einem 3/4 Jahr und seither hat sich alles zum positiven eingependelt.
    Trotzdem möchte ich dieses Trockenfutter nicht weiter füttern, da ich auf der Verpackung des Futters nicht eindeutig erkennen kann, was da eigentlich alles drin ist.
    Es steht ausschließlich folgende Zusammensetzung: Getreide, Fleisch und tierische Nebenprodukte, pflanzliche Produkte, Öle und Fette, Mineralstoffe. Außerdem steht folgendes dabei:
    Das tierische Protein (Hühnerleber) ist stark hydrolysiert (größtenteils haben die Peptide ein Molekulargewicht von weniger als 3.000 Dalton), um das Risiko zu minimieren, vom Immunsystem wahrgenommen zu werden. Durch den hohen Anteil an essenziellen Fettsäuren werden Haut und Fell gepflegt. Maisstärke ist die einzige Kohlenhydratquelle, die so aufbereitet wurde, dass sie weniger als 0,3% pflanzliches Protein enthält.
    Nun ja, auch wenn mein Tierarzt dieses Futter vertreibt und ich mich bei diesem Tierarzt grundsätzlich gut mit meinem Tier aufgehoben fühle, bin ich nicht sicher ob das Futter so gut ist?
    Ich würde sehr gerne auf Wolfsblut VetLine umsteigen, weil ich das Gefühl habe, dass hier viel mehr Transparenz besteht, was genau eigentlich alles in dem Futter ist und es komplett auf natürlicher Basis ist, bin aber nicht sicher welches Futter ich hier auswählen soll? Das „hypoallergenic“ oder „Skin“?

    Vielen Dank im voraus und viele Grüße
    Maria Stark

    • Dr. Altstaedten sagt:

      Hallo Frau Stark,

      es stellt sich mir die Frage ob zuerst die Demodexmilben Schäden in der Haut und Juckreiz verursachten oder ob eine Futtermittelallergie den Weg für die Demodexmilben bereitet hat.
      Neben der Behandlung der Demodexmilben steht die Behandlung gegen Juckreiz und dann der Neuaufbau der geschädigten Hautstellen. Das sollte über ein Diät-Futtermittel unterstützend möglich sein. Wichtig sind drei Stoffe, die zur Hautregeneration unbedingt dazu gehören. Das sind ungesättigte Fettsäuren, Biotin und Zink.
      Eine tatsächliche Futtermittelallergie kann man nur durch eine Ausschussdiät diagnostizieren. wie z.B. 6 Wochen lang nur Pferdefleisch füttern. Kommen nach dem Absetzen des Pferdefleisches mit dem alten Futter die Hautirritationen wieder, haben wir den Beweis für eine Futtermittelallergie.
      Ich würde an ihrer Stelle eine Ausschussdiät Vetline Skin nehmen und bevorzugt das Nassfutter, damit sich die Haut regenerieren kann, sofern die Demodexmilben unter Kontrolle sind. Manchmal siedeln sich in der geschädigten Haut aber noch Staphylokokken und Hautpilze an, die dann auch noch am besten durch medizinische Waschungen zu behandeln sind.

      Mit freundlichem Gruß

      Dr. W. Altstaedten (Dr. Wolf)
      Tierarzt

  6. Antje G. sagt:

    Mein Biewer Yorkshiere Terrier Welpe 3 Monate verträgt nachdem ich ihm eine Wurmkur gegeben habe, plötzlich sein gewohntes Trockenfutter nicht mehr richtig. Es kommt immer wieder zu Durchfall. Auch 2 andere Sorten Trockenfutter, die ich nachfolgend probiert habe verträgt er ebenso nicht richtig. Koche ich selber z.Bsp. Hühnchen, Reis und ähnliches, dann ist alles okay und es gibt keinerlei Probleme. Wäre ein Trockenfutter von Wolfsblut empfehlenswert? Beim selber kochen kann ich doch niemals eine Versorgung mit allen Vitaminen und Mineralstoffen sicherstellen????

    • Dr. Altstaedten sagt:

      Hallo Frau Grosch,

      es ist durchaus möglich, dass Ihr Hund durch die Wurmkur vorübergehend Verdauungsprobleme in Form von breiigem Stuhl entwickelt hat. Dies sollte sich allerdings nach einer gewissen Zeit wieder normalisieren.
      Sollte dies nicht der Fall sein, ist es ratsam, eine Kotprobe von Ihrem Tierarzt untersuchen zu lassen. Wenn Ihr Hund das angebotene Futter vorher gut vertragen hat, ist es unwahrscheinlich das dies der Auslöser ist.
      Reis entzieht dem Körper Wasser, daher ist meist unter der Fütterung von Reis der Kot wieder fester. Eine gekochte Mahlzeit ist auf Dauer oft nicht ausgewogen, da entsprechende Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente nicht oder in nicht ausgewogener Menge enthalten sind.
      Zu beleuchten wäre noch das eventuelle Anbieten von diversen Kauartikeln. Diese können unter Umständen auch für weicheren Stuhlgang sorgen, besonders bei sehr fetthaltigen oder schwer verdaulicheren Produkten, wie zum Beispiel getrocknete Haut, Ohren oder Lunge diverser Tierarten.
      Für Ihren Hund würden ich Ihnen Wild Duck Puppy mit Ente oder auch Black Bird Puppy mit Truthahn empfehlen. Beide Futtersorten decken den Tagesbedarf Ihres Hundes an allen notwendigen Nährstoffen komplett ab und sind sehr gut verträglich.

      Mit freundlichem Gruß
      Dr. W. Altstaedten (Dr. Wolf)
      Tierarzt

  7. Mario Kühn sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Altstaedten,

    kann sich eine Futtermittelallergie auch durch Erbrechen äußern?

    Mit freundlichen Grüßen

    Mario Kühn

    • Dr. Altstaedten sagt:

      Hallo Herr Kühn,

      natürlich kann sich eine allergische Reaktion mit Erbrechen und/oder Durchfall zeigen. Oft wird eine allergische Reaktion auch in einer Reaktion der Haut sichtbar, durch beispielsweise Jucken, Haarausfall und Pusteln.

      Vielen Dank für Ihre Frage und
      mit freundlichem Gruß
      Dr. W. Altstaedten (Dr. Wolf)

Frage Dr. Altstaedten

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