| Sanddorn - Die Zitrone des Nordens
Der Vitamingehalt der Sanddorn-Beere ist unter den heimischen Früchten unübertroffen, was ihr auch den Beinamen "Zitrone des Nordens" einbrachte.
Der Sanddorn, (Hippohae rhamnoides)
auch Sandbeere oder Seedorn genannt, gehört zur Familie der Ölweidengewächse. Der Name ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet Hippos = Pferd, phaes = scheinend, leuchtend. Zierpflanze und Pionierpflanze
Weit verbreitet in Zentralasien. Wächst überall im gemäßigten maritimen oder kontinentalen Klima, vorzugsweise auf armen Böden. Ideale Bedingungen daher auch hier in der Mark Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Besonderheiten der Pflanze
Es gibt männliche und weibliche Planzen (1:1), Sanddorn steht in Deutschland unter Naturschutz. Charakteristisch sind die dornenreichen, graubraunen sperrigen Äste und die ab August erscheinenden korallenroten Beeren. Die Ernte des Sanddorns
Nach dreijähriger Wachstumsphase können die Sanddornbeeren jeweils nur alle zwei Jahre geerntet werden. Die Zweige werden abgeschnitten und in einer Erntemaschine mittels einer Rüttelanlage von den Zweigen getrennt. Ganz besonders empfindliche Beerenarten werden samt Zweige eingefrostet und dann im gefrosteten Zustand abgeschlagen. Sanddorn und die Heilkraft
Die Sanddornbeere gilt in der Volksheilkunde als uraltes, kräftigendes Heilmittel der Volksmedizin (Appetitlosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, Zahnfleischbluten, Wundheilungen, Magengeschwüre, gynäkologischen Erkrankungen, Heilung von Hautschäden bei Bestrahlungen und Verbrennungen). Sanddorn findet daher auch zunehmend bei der Herstellung von Arzneimitteln und im Pharmabereich Verwendung.
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